Pivmelam®

  • Behandlung von Harnwegsinfektionen
  • Für Erwachsene
  • Verschreibungspflichtig

Effektive Kurzzeittherapie

  • Exzellentes Wirkspektrum
  • Ausgezeichnete Resistenzlage
  • Therapiegerechte Packungsgröße
Frau neben Slogan zu Pivmelam®

Produktprofil

Pivmelam® – zielgenaue Wirkung bei Zystitis

Pivmelam® ist Mittel der ersten Wahl bei akuter unkomplizierter Zystitis und wird in der aktuellen S3-Leitlinie empfohlen. 1

Exzellentes Wirkspektrum

Pivmelam® zeichnet sich durch ein exzellentes Wirkspektrum gegen die häufigsten uropathogenen Erreger2 und ESBL-bildende Stämme aus:3

• Escherichia coli
• Klebsiella ssp.
• Proteus mirabilis
• Enterobacter spp.
• Citrobacter spp.

Ausgezeichnete Resistenzlage

Daten aus Deutschland zeigen 95 Prozent Sensibilität und nur 5 Prozent Resistenzen gegenüber E. coli in Deutschland.4

Therapiegerechte Packungsgröße

Die Packungsgröße von Pivmelam® enthält genau die für eine Kurzzeittherapie von Erwachsenen oder Jugendlichen empfohlene Dosis von 9 Tabletten: 3-mal täglich 1 Tablette (400 mg) über 3 Tage.

Indikation

Pivmelam®: Anwendungsgebiete

Pivmelam® dient der Behandlung unkomplizierter Infektionen des unteren Harntrakts, hervorgerufen durch Mecillinam-empfindliche Erreger.

Wirkung

Wie wirkt Pivmelam®?

Der Wirkstoff Pivmecillinam ist die inaktive Vorstufe zu Mecillinam. In gramnegativen Bakterien hemmt Mecillinam die Zellwandsynthese durch Bindung an PBP-2. Dadurch unterscheidet es sich hinsichtlich des Wirkorts von anderen Penicillinen.

Anwendung

Einnahme von Pivmelam®

Die indizierte Dosis von Pivmelam® beträgt 3-mal täglich 1 Tablette (400 mg) über 3 Tage. Die Tabletten sollten

• unzerkaut,
• mit mindestens ½ Glas Wasser und
• sitzend oder stehend

eingenommen werden. Eine Einnahme unmittelbar vor dem Zubettgehen ist zu vermeiden.

Wichtig: Für Kinder wird Pivmelam® 400 mg nicht empfohlen. In der Schwangerschaft kann Pivmelam® 400 mg angewendet werden, wenn die Einnahme aus klinischer Sicht notwendig ist. In der Stillzeit darf Pivmelam® 400 mg zum Einsatz kommen.

Pivmelam® – keine Wechselwirkung mit Kontrazeptiva*

• Anti-Baby-Pille
• Spermizide
• Spirale
• Präservative
• Drei-Monats-Spritze
• Hormonimplantate

* ausgenommen, wenn gastrointestinale Nebenwirkungen (Durchfall) auftreten
 

Frau neben Aufzählung von Kontrazeptiva, mit denen Pivmelam® keine Wechselwirkungen aufweist.

Hinweise

Hinweise zu Pivmelam® 400 mg

Inhaltsstoffe:

1 Tablette Pivmelam® 400 mg enthält 400 mg Pivmecillinamhydrochlorid.
Außerdem besteht der Tablettenkern aus mikrokristalliner Cellulose und Magnesiumstearat (Ph. Eur.), der Filmüberzug aus Hypromellose und Triacetin.

Gegenanzeigen:

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, Überempfindlichkeit gegenüber Penicillinen oder Cephalosporinen, alle Bedingungen, die den Durchgang durch die Speiseröhre beeinträchtigen (Verengung der Speiseröhre und/oder obstruktive Veränderungen im Magen-Darm-Trakt), bei Patienten mit genetischen Stoffwechselstörungen, wie Carnitin-Transporter-Defekte oder organische Azidurie wie Methylmalonazidurie und Propionazidämie

Nebenwirkungen:

Häufig: vulvovaginale Pilzinfektion, Durchfall, Übelkeit; Gelegentlich: Clostridium difficile Kolitis, Thrombozytopenie, anaphylaktische Reaktion, niedriger Carnitinspiegel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Vertigo, ösophageale Ulzeration, Ösophagitis, Mundulzera, Erbrechen, Bauchschmerzen, Verdauungsstörung, Beeinträchtigung der Leberfunktion, Hautausschlag, Urtikaria, Juckreiz, Müdigkeit; Nicht bekannt: Angioödem

Nebenwirkungen der Betalaktam-Antibiotika-Gruppe: leichter reversibler Anstieg von Aspartat-Aminotransferase (ASAT), Alanin-Aminotransferase (ALAT), alkalischer Phosphatase und Bilirubin, Neutropenie, Eosinophilie

Packungsgrößen

Packungsgrößen von Pivmelam® 400 mg

PZN Packungsgröße Normgröße
1369993 9 Tabletten N1

Downloads

Downloadmaterial zu Pivmelam®

Weiteres Infomaterial

Quellen

  • 1 S3-Leitlinie AWMF-Register-Nr.: 043/044
  • 2 Naber et al. Eur Urol 2008;54:1164-75
  • 3 Graninger et al. Int J Antimicrob Agents 2003; 22 (S2):273-8
  • 4 Kresken et al. Antibiotics 2022;11:751