Harnblasenkrebs

Wie Krebs entsteht ist noch weitgehend ungeklärt. Er entwickelt sich in den Zellen unseres Körpers. Gesunde Zellen wachsen, teilen und vermehren sich, um die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit des Körpers zu erhalten. Es können aber Zellen außer Kontrolle geraten. Sie teilen sich unkontrolliert. Diese überschüssigen Zellen bilden einen Tumor. Dieser kann gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Von der Harnblase ausgehende bösartige Tumore werden als Harnblasenkarzinom bezeichnet.

Das Krankheitsbild des Harnblasenkrebses

Die Ursache der Entstehung bösartiger Tumore ist noch weitgehend unbekannt. Es sind aber eine Reihe von Faktoren zu nennen, die das Risiko, einen Harnblasentumor zu entwickeln, erhöhen. Ein wesentlicher Risikofaktor ist das Rauchen. Der Kontakt mit bestimmten chemischen Stoffen (besonders sind hier die aromatischen Amine zu nennen) kann das Risiko an einem Harnblasentumor zu erkranken, erhöhen. Arbeiter, die mit diesen chemischen Stoffen gearbeitet haben und einen Harnblasentumor entwickelten, können dies als Berufskrankheit anerkennen lassen. Das kann unter anderem Tätigkeitsbereiche in der chemischen und pharmazeutischen Industrie, Gummi-Industrie, Farbanwendungen im Malerhandwerk, Textilindustrie, Lederverarbeitung, Druckereien, Raffinerien, Kokereien, Gaswerken oder Schornsteinfeger betreffen. Obwohl heute durch Arbeitschutzmaßnahmen das Risiko stark vermindert wurde, können immer noch berufsbedingte Urothelkarzinome auftreten, da die Entwicklungszeit (Latenzzeit bis zu 40 Jahren) für diesen Tumor sehr lang ist.

Als Risikofaktoren werden weiterhin eine chronische Blasenentzündung, eine gehäufte Einnahme von Schmerzmitteln mit dem Wirkstoff Phenazetin oder eine über Jahre anhaltende Infektionskrankheit angesehen.

Ca. 25.000 Neuerkrankungen an Harnblasentumoren werden pro Jahr in Deutschland verzeichnet. Männer sind dreimal häufiger betroffen als Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 72 und für Frauen bei 74 Jahren (siehe Abbildung). Die Tumore gehen zum größten Teil vom Urothel der Harnblase aus.

Altersspezifische Erkrankungsraten nach Geschlecht ICD-10 C67, Deutschland, 2007 – 2008, Quelle: Robert Koch Institut 2013, www.rki.de

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