Männergesundheit - Was heißt das eigentlich?

„Ein Mann, der zu beschäftigt ist, sich um seine Gesundheit zu kümmern, ist wie ein Handwerker, der keine Zeit hat, seine Werkzeuge zu pflegen“  (Spanisches Sprichwort)

Der Begriff „Männergesundheit“ beinhaltet nicht nur individuelle, sondern auch gesellschaftliche Aspekte. Es geht um die Verantwortung für die eigene Gesundheit, aber auch ebenso um die Lebensbedingungen der Männer in unserer Gesellschaft. Das Männergesundheitsthema rückt immer stärker in den Fokus der Diskussionen, denn im Vergleich zur Frauengesundheit hinkt es, was den Forschungsstand, aber auch das Bewusstsein der Öffentlichkeit betrifft, um Jahre hinterher. Einen Frauengesundheitsbericht gibt es schon seit dem Jahr 2001. Der erste Männergesundheitsbericht* wurde erst 2010 veröffentlicht.

* BARDEHLE, D.; STIEHLER, M. (Hrsg.), Erster Deutscher Männergesundheitsbericht: Ein Pilotprojekt, München: W. Zuckschwerdt Verlag GmbH, 2010

Die Ergebnisse des Männergesundheitsberichtes sollten zu denken geben:

  • Männer haben ein fünfmal höheres Herzinfarktrisiko als Frauen.
  • Männer sterben etwa fünf Jahre früher als Frauen. Biologisch erklärbar sei allenfalls ein Jahr.
  • Ein spezifisches Männerproblem sind Potenzschwierigkeiten und das schon im frühen Mannesalter.
  • Psychische Störungen treten bei Männern genau so oft auf wie bei Frauen. Nur bleiben diese entweder unentdeckt oder werden von Männern verschwiegen – sei es aus beruflichen oder privaten Gründen.
  • Die Arbeitswelt für Männer stellt ein weitaus höheres Gesundheitsrisiko dar als für Frauen. Männer arbeiten häufiger in Berufen mit Unfall- und Verletzungsgefahren
  • Männer werden als Ernährer gesehen und sind das starke Geschlecht („Ein Junge weint nicht“).
  • Die Selbstmordrate der Männer übersteigt die der Frauen um mindestens das Dreifache.

Die Männergesundheit ist also nicht nur auf urologische Erkrankungen reduziert, sondern umfasst weitere medizinische Aspekte wie Herz-Kreislaufsystem, Diabetes, Ernährungsmedizin, psychiatrische Erkrankungen usw. Hinzu kommt die sozial/gesellschaftliche Komponente: Wie werden die Männer in der Gesellschaft gesehen und was wird von Ihnen gefordert.

Gesundheit ist auch Männersache

Oft spielt die Gesundheit für Männer eine untergeordnete Rolle. Medizinische Vorsorge und der Arztbesuch gelten bei Männern als unmännlich. Im Gegenteil: Stärke und Unverletzlichkeit gelten als männlich. Ein Mann sieht seinen Körper als Mittel zum Zweck und nimmt höhere Risiken auf sich, um seiner Männerrolle gerecht zu werden. Ernste Erkrankungen werden dadurch oft erst in späteren Stadien erkannt. Oft zeigen Männer auch gewaltbereites und selbst zerstörerisches Verhalten. Alkohol- und Drogenkonsum sind bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen. Über Fehlbarkeiten (besonders auch bzgl. Sexualität und erektilen Dysfunktionen) und Depressionen zu sprechen gilt als Tabuthema. Dabei haben gerade Männer häufig Depressionen, die aber als solche nicht diagnostiziert werden. Entweder geht der Mann erst gar nicht zum Arzt oder es werden andere Erkrankungen vorgeschoben (z. B. Burn-out oder Erkrankungen, die ihre Ursache aber möglicherweise in der Depression haben).

Urologische Erkrankungen bei Männern sind ein Teilaspekt

Urologische Erkrankungen wie Erektile Dysfunktion, Ejaculatio Praecox, Prostatakarzinom (PCA), Benignes Prostatasyndrom (BPS) oder Testosteronmangelsyndrom stellen in Männerkreisen oft ein Tabuthema dar. Doch auch hier können durch rechtzeitige Vorsorge gesundheitliche Schäden vermieden werden: Für Männer ab dem 45. Lebensjahr bietet die gesetzliche Krankenversicherung jährlich eine Vorsorgeuntersuchung an. Diese beinhaltet ein gezieltes Erheben der Krankengeschichte, Inspektion und Tastuntersuchung der äußeren Geschlechtsorgane sowie Tastuntersuchung von Prostata und After sowie der regionalen Lymphknoten. Fachärzte empfehlen darüber hinaus ein erweitertes Vorsorgeangebot. Verschiedene diagnostische Verfahren ermöglichen nachweislich in vielen Fällen einer sicherere und schnellere Diagnose von Krebserkrankungen, gerade auch im Anfangsstadium. Dazu gehören die PSA-Messung (Prostataspezifisches Antigen) sowie eine Ultraschalluntersuchung der Prostata, die die Prostata-Vorsorgeuntersuchung sinnvoll ergänzen können, oder ein Check des oberen Harntrakts, bestehend aus Ultraschall von Nieren und Blase sowie eine Urinuntersuchung.

APOGEPHA bietet eine Reihe von  Produkten zur Behandlung des Prostatakarzinoms oder der gutartigen Prostatavergrößerung, z. B. die pflanzlichen Arzneimittel: Urol® pros und  SabalUNO® sowie umfangreiches Service- und Informationsmaterial.

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