Harnwegsinfektion

Infektionen der Harnwege sind weit verbreitet und gehen mit unangenehmen Beschwerden, oft auch mit Schmerzen einher und neigen dazu, wiederholt aufzutreten.

Das Krankheitsbild der Harnwegsinfektionen

Das Krankheitsbild der Harnwegsinfektionen hat viele Gesichter und kann das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Frauen sind von Harnwegsinfektionen etwa viermal häufiger betroffen als Männer.

Das Harnsystem – besonders anfällig für Infektionen

Normalerweise sind die Harnorgane des Menschen frei von Bakterien. Siedeln sich jedoch Bakterien an, können Harnwegsinfektionen auftreten, die sich leicht innerhalb des gesamten Harnsystems ausbreiten. So kann sich aus einer harmlosen Blasenentzündung, die durch Unterkühlung verursacht wurde, eine gefährliche Nierenbeckenentzündung entwickeln.

Grundsätzlich unterteilt der Arzt Harnwegsinfektionen nach Lokalisation bzw. Schweregrad in unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfekte. Treten Harnwegsinfekte in kürzeren Zeitabständen immer wieder auf, spricht man von rezidivierenden Harnwegsinfekten. Für die Behandlung sind dies wichtige Unterscheidungen.

Diagnostik der Harnwegsinfektionen

Der Diagnostik vorangestellt ist ein Arztgespräch, in dem die Beschwerden intensiv abgefragt werden. Mit diesen Angaben und durch eine körperliche Untersuchung und Urinanalyse kann Ihr Arzt feststellen, ob es sich um einen Harnwegsinfekt oder um eine andere Erkrankung, z. B. um eine Scheiden- oder Prostataentzündung, handelt.

Die Urinuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob sich weiße oder rote Blutkörperchen, Eiweiß oder Bakterien darin befinden. Die im Urin befindlichen Bakterien können auch analysiert (Erregernachweis) und im Labor auf ihre Empfindlichkeit gegenüber Medikamenten (Antibiotika) getestet werden (Antibiogramm). Bestimmte Blutuntersuchungen geben Aufschluss über die Funktionsfähigkeit der Nieren.

Bei starken Beschwerden kann der Arzt auch mit einer Ultraschalluntersuchung feststellen, ob die Harnwege durch einen Harnstein oder aus anderen Ursachen gestaut sind.

Therapie von Harnwegsinfektionen

Die Therapie von Entzündungen des Harnsystems richtet sich danach, ob die Infektion unkompliziert, kompliziert oder rezidivierend ist.

  • Therapie unkomplizierter Harnwegsinfektionen

    Bei unkomplizierten Harnwegsinfekten liegen keine komplizierenden Faktoren vor, wie  Störungen, die den Harnabfluss behindern (z. B. Harnsteine oder Prostatavergrößerung) oder Erkrankungen, die die körpereigene Abwehr schwächen. Zu den unkomplizierten Harnwegsinfekten gehört die Entzündung der Harnblase, auch Zystitis genannt. Es ist die am häufigsten vorkommende Entzündung des Harnsystems.

    Blasenentzündungen treten besonders oft bei Frauen auf, weil diese im Gegensatz zu Männern nur eine kurze Harnröhre haben, die in der Nähe von Scheide und Darmausgang mündet. Dadurch können Krankheitserreger sehr viel leichter in die Blase vordringen.

    Begünstigt wird eine Blasenentzündung durch

    • Unterkühlung
    • Stress
    • Monatsblutung
    • Verwendung von Scheidenspülungen und chemischen Verhütungsmitteln
    • Hormonstörungen in den Wechseljahren und Gebärmuttersenkungen
    • Prostatavergrößerung.

    Ein unkomplizierter Harnwegsinfekt äußert sich allgemein durch typische Beschwerden:

    • Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen
    • häufiger Harndrang bei nur geringer Harnabgabe
    • Unterbauchbeschwerden.

    Neben diesen klassischen Beschwerden ist der Urin oft getrübt, enthält manchmal sichtbare Beimengungen von Blut und hat einen üblen Geruch.

    Bei einem unkomplizierten Harnwegsinfekt können mitunter auch die Nierenbecken mit betroffen sein. In diesem Fall kommen häufig Symptome wie Fieber, Schmerzen in der Nierengegend und Abgeschlagenheit hinzu. Bei solchen Beschwerden sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, damit die Therapie der Situation angepasst wird.

    Es gibt auch asymptomatische Blasenentzündungen, die sich lediglich durch häufigen Harndrang bemerkbar machen und ansonsten beschwerdefrei verlaufen. Hier besteht besonders die Gefahr des „Verschleppens“; werden Blasenentzündungen nämlich nicht erfolgreich auskuriert, kann sich daraus eine chronische Erkrankung entwickeln.

  • Therapie komplizierter Harnwegsinfektionen

    Komplizierte Harnwegsinfekte sind alle Infekte, bei denen komplizierende Faktoren wie Behinderung des Harnflusses (z. B. durch Harnsteine), eine Schwächung der Immunabwehr, Diabetes mellitus oder andere Stoffwechselerkrankungen vorliegen. Bei komplizierten Harnwegsinfekten sind in der Regel Nierenbecken und Nieren mit betroffen.

    Bei komplizierten Harnwegsinfekten sind die Beschwerden zunächst ähnlich wie bei einer unkomplizierten Harnwegsinfektion, verlaufen aber oft heftiger, können sich verschlimmern und sollten grundsätzlich ernst genommen werden. Hinzu kommen weitere Beschwerden:

    • Schüttelfrost
    • Schmerzen in Damm- und Genitalregion
    • Flankenschmerzen, Flankenschwellung
    • Ungewollter Urinverlust unter Harndrang
    • sichtbare Blutbeimengungen im Urin
    • Ausfluss aus der Harnröhre
    • Krankheitsgefühl wie bei Grippe
    • Übelkeit, Erbrechen.

    Solche schwerwiegenden Harnwegsinfektionen müssen ärztlich behandelt werden. Wird die Erkrankung nicht richtig behandelt oder verschleppt, wächst das Risiko für eine Schädigung der Nieren mit Funktionseinschränkungen bis hin zum Nierenversagen.

  • Therapie rezidivierender Harnwegsinfekte

    Bei etwa einem Fünftel der Patienten – überwiegend Frauen – kommt es immer wieder zu Rückfällen, den so genannten rezidivierenden Harnwegsinfektionen (in kürzeren Zeitabständen immer wieder auftretende Harnwegsinfekte).

    Bei rezidivierenden Harnwegsinfekten besteht die Gefahr, dass das Harnsystem dauerhaft geschädigt werden kann, sie sollten deshalb unbedingt behandelt werden.

Vorsorge zur Harnwegsinfektion

Durch die Beachtung von einfachen Verhaltensregeln können Sie auch selbst entscheidend zur Vorbeugung von Harnwegsinfekten beitragen:

  • Trinken Sie circa 2 l Flüssigkeit pro Tag (Ausnahme Herz- oder Nierenerkrankungen).
  • Schützen Sie sich vor Unterkühlung. Nasse Kleidung so schnell wie möglich ausziehen, Badeanzug sofort nach dem Schwimmen wechseln.
  • Halten Sie bei Harndrang nicht lange ein, sondern gehen Sie immer sofort zur Toilette. 6- bis 8-maliges Wasserlassen am Tag ist normal.
  • Pressen Sie beim Wasserlassen nicht so sehr mit der Bauchmuskulatur, versuchen Sie sich dabei zu entspannen.
  • Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen in dem Sie am besten reichlich Obst und Gemüse essen.
  • Reinigen Sie den Genitalbereich nach dem Stuhlgang nur von vorne nach hinten.
  • Gehen Sie als Frau spätestens 15 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr zum Wasserlassen auf die Toilette.
  • Tragen Sie täglich frische, nicht zu enge Baumwollunterwäsche.
  • Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig (einmal täglich reicht) und nur mit hautschonender Flüssigseife.
  • Benutzen Sie im Intimbereich keine Desinfektionsmittel oder Intimsprays, damit der Säureschutzmantel der Haut nicht angegriffen wird.
  • Wechseln Sie täglich den Waschlappen für den Intimbereich und reservieren Sie für diesen Bereich ein spezielles Handtuch, auf keinen Fall Gemeinschaftshandtücher benutzen.
  • Vermeiden Sie Schaumbäder oder andere Badezusätze, weil diese die Harnröhre reizen können.
  • Reinigen Sie als Mann täglich den Penis bis zur Kranzfurche der Eichel. Partner von Patientinnen mit häufig wiederkehrenden Harnblasenentzündungen bzw. Männer mit Vorhautverengung oder häufigen Eichelentzündungen sollten sich umgehend beim Urologen vorstellen.

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Zur medikamentösen Therapie von Harnwegsinfekten werden Medikamente eingesetzt, die die Bakterien abtöten oder ihre Vermehrung verhindern. Diese Medikamente werden als Antibiotika bezeichnet.

Antibiotika zur Therapie von Harnwegsinfekten sind verschreibungspflichtig. Daher ist die Konsultation eines Arztes vor Beginn dieser Therapie unbedingt erforderlich.

Zur Unterstützung einer antibiotischen Therapie können pflanzliche Mittel eingesetzt werden, die durch Anregung der Nierentätigkeit die Harnwege durchspülen und dadurch das Festsetzen von Bakterien verhindern. Besonders geeignet ist dafür der Extrakt aus Goldrutenkraut, den wir Ihnen in verschiedenen Darreichungsformen als Urol® flux anbieten. 

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