Reizblase – was ist das eigentlich?

Von einer Reizblase spricht der Arzt, wenn Betroffene häufig einen starken Drang zum Wasserlassen verspüren, obwohl die Blase nur sehr wenig gefüllt ist.

Dieser Harndrang geht oft mit krampfartigen Schmerzen im Unterleib, seltener mit Schmerzen (Brennen) beim Wasserlassen einher. Die Betroffenen fühlen sich verunsichert, richten ihr Leben auf die Verfügbarkeit einer Toilette aus, was in der Regel eine starke Einschränkung der Lebensqualität bedeutet.

Reizblase mit vielfältigen Ursachen

Die ärztliche Untersuchung ergibt in der Regel keinen konkreten Befund. Weder kann der Arzt organische Ursachen erkennen noch einen Harnwegsinfekt nachweisen. Sehr oft wird die Reizblase nicht von einer einzigen Ursache ausgelöst, meistens lösen mehrere zeitgleiche Ursachen das Beschwerdebild aus. Die häufigsten Auslöser sind:

  • Unterkühlung, Durchnässung
  • seelische Faktoren, insbesondere Angst, Ärger, Stress
  • Entzündungen
  • Hormonschwankungen
  • Hormonmangel, insbesondere Östrogenmangel
  • Fremdkörper

In seltenen Fällen können auch ernste Erkrankungen die Symptome einer Reizblase ausbilden wie z. B. neurologische Erkrankungen oder Krebserkrankungen. Eine Reizblase kann auch die Folge einer Unterleibsoperation sein.

Ganz wichtig: Falls zu den üblichen Beschwerden Fieber und Abgeschlagenheit kommen oder wenn Sie Blutbeimengung im Urin feststellen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen!

Die Reizblase ist letztendlich eine „Ausschlußdiagnose“. Empfohlen werden eine Anamnese, eine körperlicher Untersuchung, eine Analyse von Vaginalfluor und Urin, eine Restharnbestimmung und gegebenenfalls eine Uroflowmetrie und/oder eine Urodynamik.

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