Nierenbeckenentzündung in der Schwangerschaft - Einfache Tipps beugen vor

Während der Schwangerschaft leiden Frauen häufig unter schmerzhaften Nierenbeckenentzündungen. Zum einen führt ein veränderter Hormonhaushalt zu erweiterten Harnleitern. Keime können so leicht aus der Harnblase in die Nieren aufsteigen.

01. Juni 2011

Zum anderen drückt die im Laufe der Schwangerschaft größer und schwerer werdende Gebärmutter auf die Harnleiter und stört den Harnabfluss und somit auch die Ausscheidung von Bakterien. Aus anatomischen Gründen ist meist die rechte Körperseite betroffen.

Unser Tipp:

  • Liegen und schlafen Sie am besten auf der linken Seite. Das verringert den Druck auf den rechten Harnleiter und beugt Harnabflussstörungen vor.
  • Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt. Wasser, Tee oder leichte Schorlen eignen sich besonders gut, um die Nieren zu spülen. Auch Ingwer, der als Aufgusstee getrunken werden kann sowie Aronia-, Cranberry- und Preiselbeersäfte dienen als präventive und schmerzlindernde Maßnahmen - sie alle enthalten desinfizierende Substanzen, die Bakterien und Keime abtöten.
  • Verzichten Sie bei der Genitalhygiene auf zu häufiges Waschen und aggressive Seifen. Klares Wasser oder pH-neutrale, unparfümierte Reinigungsprodukte erhalten die Scheidenflora und somit den natürlichen Schutz vor unerwünschten Bakterien.
  • Vermeiden Sie Verkühlungen. Wärme tut Ihren Nieren nicht nur in der Schwangerschaft gut. Bei Flankenschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und einem allgemeinen Krankheitsgefühl sollten Sie jedoch unbedingt einen Arzt aufsuchen. Liegt eine Nierenbeckenentzündung vor, wird Ihr Arzt Sie über die geeignete Therapie aufklären.
Zurück zur Übersicht
please select your language: