"Mama, ich kann nicht schlafen!" – Einschlafprobleme bei Kindern

Das Schlafmonster unter dem Bett. Noch ein wenig Durst vor dem Einschlafen. Hörspiel-CD zu Ende: Kinder werden zu wahren Ausredekünstlern, wenn es darum geht, das Zu-Bett-Gehen am Abend für ein paar Minuten herauszuzögern. Was aber, wenn Ihr Kind einfach nicht zur Ruhe kommt, es einfach nicht einschlafen kann?

06. Januar 2014

Ein unruhiger Schlaf bei Babys und Kleinkindern ist relativ normal. Der Tag-Nacht-Rhythmus ist noch nicht gefestigt. Bei Schulkindern aber sollten Eltern frühzeitig auf die Anzeichen von Schlaflosigkeit reagieren. Zehn bis elf Stunden Schlaf brauchen Grundschüler in der Regel, weniger kann zu Konzentrations- und Leistungsschwächen führen, sogar das Immunsystem schwächen und das Wachstum hemmen. Denn während des Tiefschlafes werden die körpereigenen Abwehrkräfte gestärkt und das für Kinder so wichtige Wachstumshormon ausgeschüttet. Folge dessen können zudem Stimmungsschwankungen oder erhöhte Aggressivität sein.

Aber: Nicht jede Schlafensausrede ist gleich ein ernsthaftes Einschlafproblem. Erst, wenn die Nachtruhe mindestens vier Wochen gestört ist und auch der Tagesablauf dadurch beeinträchtigt, sollte man gemeinsam mit dem Kind Abhilfe schaffen. Zum Beispiel mit folgenden Einschlaf-Tipps:

  • eine regelmäßige Zubettgeh-Zeit
  • der stets gleiche Ablauf mit z.B. Gute-Nacht-Geschichte oder ruhiger Musik
  • den Tag in Ruhe besprechen (Belastet etwas das Kind?)
  • ein Nachtlicht an- oder die Tür offen lassen (gegen Angst vor der Dunkelheit)
  • eine Stunde vor dem Zubettgehen kein Fernsehen oder aufregendes Spiel; denn vor allem jüngere Kinder brauchen etwa 60 Minuten, um „runterzufahren“.

Beratung finden Sie auch bei der Deutschen Akademie für Gesundheit und Schlaf: Opens external link in new windowwww.dgsm.de

 

 

Bildnachweis: © Patrizia Tilly - Fotolia.com

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