Harnsteine

Haben Sie schon einmal Bekanntschaft mit Harnsteinen gemacht?
Harnsteinerkrankungen sind weit verbreitet. In Deutschland treten Harnsteine bei ca. fünf Prozent der Bevölkerung auf. Die Ersterkrankung entsteht am häufigsten zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr.

Wie werden Harnsteine behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach der Beschaffenheit des Steins.

Bei 50 Prozent aller Harnsteine gelingt ein Abgang auf natürlichem Weg, d. h., der Stein wird über die Harnblase mit dem Urin ausgeschieden. Durch krampf- oder schmerzlösende Mittel wird die Austreibung des Harnsteins beschleunigt. Die Entfernung festsitzender oder größerer Steine wird je nach Lage und Größe auf unterschiedliche Weise durchgeführt:

  • operativ
  • Zertrümmerung der Steine durch Stoßwellen von außen (Extrakorporale Stoßwellenlithotrypsie, ESWL)
  • Ein Instrument zur Steinzertrümmerung wird durch einen Stichkanal am Rücken in die Niere eingeführt. Hier werden die Steine dann per Ultraschall oder Laser zerkleinert.
  • Bei einer Blasenspiegelung wird ein Instrument durch den Harnleiter bis zum Stein eingeführt. Die Zerkleinerung erfolgt ebenfalls per Ultraschall oder Laser.
  • Eine Analyse des Steins gibt genauen Aufschluss über dessen Zusammensetzung und bietet so die Möglichkeit, das Ernährungsverhalten gezielt zu beeinflussen. Durch eine Metaphylaxe wird einer Steinneubildung entgegengewirkt. Das Prinzip bei dieser Therapieform ist u. a. die Alkalisierung bzw. Ansäuerung.

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