Harnsteine

Haben Sie schon einmal Bekanntschaft mit Harnsteinen gemacht?
Harnsteinerkrankungen sind weit verbreitet. In Deutschland treten Harnsteine bei ca. fünf Prozent der Bevölkerung auf. Die Ersterkrankung entsteht am häufigsten zwischen dem 25. und 50. Lebensjahr.

Wie machen sich Harnsteine bemerkbar?

Harnsteine können unterschiedlich groß sein – von sehr klein (Harn- bzw. Nierengrieß), bis zu mehreren Zentimetern Durchmesser. Solange ein Stein sehr klein ist oder sich im Nierenbecken befindet und keine Stauung verursacht, ist er meist nicht zu spüren. Wandert er jedoch in die Harnleiter und bleibt dort stecken, führt dies oft zu unerträglichen Schmerzen (Koliken), die wenige Minuten bis mehrere Stunden anhalten können. Die Schmerzen

  • können in den Rücken, in die Innenseiten der Oberschenkel und in die Geschlechtsorgane strahlen.
  • werden oft von Übelkeit, Erbrechen oder Schüttelfrost begleitet.
  • sind oft von vermehrtem Harndrang bei mehr oder weniger verminderter Harnmenge und Blutausscheidung begleitet.

Bei starken Kolikschmerzen sind schmerz- und krampflösende Medikamente in Form von Spritzen oder Zäpfchen nötig. Bei leichteren Schmerzen führen pflanzliche Arzneimittel zu einer ausgezeichneten Linderung. 

Harnsteine und die möglichen Folgen

Der Reiz, den die Steine auf die Schleimhaut der Nierenbecken ausüben, kann zu chronischen Entzündungen und einer Vergrößerung der Nieren führen. Bakterielle Infektionen werden begünstigt, und durch den Harnstau besteht die Gefahr eines akuten Nierenversagens. Harnsteine sind deshalb nicht harmlos, sondern sollten immer ärztlich behandelt werden, auch dann, wenn sie nicht zur Kolik führen.

Basisdiagnostik

  • Anamnese Stein-, Ernährungs- und Medikamentenanamnese
  • Klinische Untersuchung körperliche Untersuchung, Bildgebende Verfahren
  • Blutuntersuchung Kreatinin, Calcium (ionisiertes oder Gesamtcalcium + Albumin), Harnsäure
  • Urin Urinstatus, Urinkultur

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