Harnblasenkrebs

Wie Krebs entsteht ist noch weitgehend ungeklärt. Er entwickelt sich in den Zellen unseres Körpers. Gesunde Zellen wachsen, teilen und vermehren sich, um die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit des Körpers zu erhalten. Es können aber Zellen außer Kontrolle geraten. Sie teilen sich unkontrolliert. Diese überschüssigen Zellen bilden einen Tumor. Dieser kann gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Von der Harnblase ausgehende bösartige Tumore werden als Harnblasenkarzinom bezeichnet.

Therapie von Harnblasenkrebs

Üblicherweise werden die nicht-invasiven (in den obersten Schichten der Blasenwand) Harnblasenkarzinome mit der TUR-B vollständig entfernt. Unmittelbar nach der Operation (innerhalb der ersten 6 Stunden, aber nicht später als 24 Stunden) wird eine so genannte Frühinstillation mit einem Zytostatikum (meistens wird Mitomycin verwendet) durchgeführt. Diese Frühinstillation soll versprengte Tumorzellen abtöten und die Adhäsion (Anheften) dieser Zellen an das Urothel verhindern. Die nicht-invasiven Harnblasenkarzinome haben die Neigung an der gleichen oder an einer anderen Stelle erneut aufzutreten. Sie bilden Rezidive.

Um das Wiederauftreten des Tumors bzw. das Fortschreiten der Erkrankung wirksam zu verhindern, sollte nach der operativen Entfernung des Tumors eine regelmäßige Blasenspülung (intravesikale Instillationsbehandlung) durchgeführt werden. Um einen eventuell neu auftretenden Tumor möglichst frühzeitig zu erkennen, d. h. bevor er Beschwerden verursacht oder tiefer in die Blase wächst, sind regelmäßige Blasenspiegelungen (Zystoskopien) erforderlich. Zusätzlich wird der Urin auf veränderte Zellen untersucht.

Bei der Blasenspülung werden über einen dünnen Katheter - durch die Harnröhre - Medikamente in die Harnblase eingebracht. Es gibt zwei Medikamentengruppen, die dazu eingesetzt werden:

  • Immuntherapeutika, wie z. B. BCG (Bacillus Calmette-Guérin) - Hierbei sollen die Arzneimittel das körpereigene Immunsystem zur Abwehr von Tumorzellen anregen
  • Zytoststatika, wie z.B. Mitomycin - Diese Medikamente zerstören die Zellen, indem sie deren Erbgut verändern

Weitere Informationen zum Thema Harnblasenkrebs (auch im fortgeschrittenem (invasiven) Stadium) bietet Ihnen unser Patientenratgeber Harnblasenkarzinom, den Sie sich im Bereich Servicematerial herunterladen können.

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