Harnblasenkrebs

Wie Krebs entsteht ist noch weitgehend ungeklärt. Er entwickelt sich in den Zellen unseres Körpers. Gesunde Zellen wachsen, teilen und vermehren sich, um die Gesundheit und Funktionstüchtigkeit des Körpers zu erhalten. Es können aber Zellen außer Kontrolle geraten. Sie teilen sich unkontrolliert. Diese überschüssigen Zellen bilden einen Tumor. Dieser kann gutartig (benigne) oder bösartig (maligne) sein. Von der Harnblase ausgehende bösartige Tumore werden als Harnblasenkarzinom bezeichnet.

Symptome - Woran erkenne ich ein Harnblasenkarzinom?

Bei einem Harnblasenkrebs sind oft gar keine Frühsymptome erkennbar. Häufig verursacht Harnblasenkrebs in frühen Stadien kaum Beschwerden. Eine Blutung des Tumors (Makrohämaturie) ist oft schmerzlos. Bei ca. 80 % aller Patienten mit Harnblasenkrebs tritt dieses Beschwerdebild auf. Der Urin ist rötlich bis braun verfärbt. Weiterhin können häufiges Wasserlassen (Pollakisurie) oder Harndrang, bei dem kein Harn ausgeschieden wird oder unspezifische subjektive Beschwerden ein Hinweis auf ein Harnblasenkarzinom sein. Im fortgeschrittenen Stadium können Schmerzen des seitlichen Körperrumpfes, tastbarer Tumor im Bauchraum, Lymphknotenvergrößerungen, Lymph- oder Venenstauung oder Knochenschmerzen auftreten.

Die aufgeführten Symptome können zwar auf eine bösartige Erkrankung der Blase hindeuten, allerdings sind auch andere Ursachen dafür denkbar, die völlig harmlos sind. Auf jeden Fall sollte dies vom Facharzt für Urologie abgeklärt werden. Denn Harnblasenkrebs im Frühstadium kann gut therapiert werden und ist dauerhaft heilbar. Auch bei einem fortgeschrittenen Karzinom kann die verbleibende Lebensspanne erträglich und lebenswert gestaltet werden.

Die Harnblasenkrebs-Diagnostik wird bei Patienten mit folgenden Symptomen durchgeführt:

  • Makrohämaturie
  • chronische Mikrohämaturie
  • anhaltende Dysurie (unangenehme, erschwerte oder schmerzhafte Blasenentleerung) bzw. Harndrangsymptomatik.

Für die Diagnose könne folgende Untersuchungen
durchgeführt werden:

Untersuchung des Urinsediments

Das Urinsediment besteht aus den festen, ungelösten Bestandteilen des Harns. Diese Bestandteile kommen teilweise unter physiologischen Bedingungen vor, sind teilweise jedoch auch Hinweis auf einen pathologischen Prozess.

Urinzytologie

Bei der Urinzytologie werden die zellulären Bestandteile des Urins untersucht und anhand der zellulären Erscheinungsformen beurteilt, ob bösartig veränderte Zellen vorhanden sind.

Zystoskopie

Zystoskopie mit Beschreibung des Tumors: Lage, Aussehen (ein Blasendiagramm wird empfohlen). Es werden kleine Proben von Vorderwand, beiden Seitenwänden, Hinterwand der Blase und prostatischer Harnröhre mittels einer TUR (transurethrale Resektion) genommen und untersucht.

Weiterhin können eine Blutuntersuchung, eine Sonographie und/oder ein Urogramm durchgeführt werden. Eine Ausbreitungsdiagnostik(z. B. Röntgen, Knochenszintigraphie) wird im Fall eines muskelinvasiven Harnblasenkarzinoms durchgeführt um eventuelle Metastasen zu diagnostizieren

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