Häufige Fragen zu Prostatakrebs
Prostatakrebs oder BPH ? Ist das das Gleiche?
Nein. Im Laufe des Lebens eines Mannes wächst die Prostata ungefähr ab dem 40. Lebensjahr stetig. Dies ist ein normaler und physiologischer Prozess, der als gutartige Prostatavergrößerung (BPH= benigne Prostatahyperplasie) bezeichnet wird. Diese gutartige Prostatavergrößerung unterscheidet sich in Entstehung und Verlauf komplett von einem Prostatakrebs.
Was ist der PSA-Wert?
Der PSA-Wert dient zur Diagnose. Die Zellen der Prostata bilden ein Eiweiß, das prostataspezifische Antigen. Eine erhöhte PSA-Konzentration im Blut kann ein Hinweis auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms sein. Dies ist aber auch bei Männern der Fall, die eine gutartige Prostatavergrößerung oder eine Infektion der Prostata aufweisen. Daher sollten mehrere PSA-Werte im zeitlichen Verlauf betrachtet werden.
Im Allgemeinen wird von Werten
- im Normalbereich von 0 - 4 ng/ml
- im Graubereich von > 4 - 10 ng/ml
- im Bereich eines Karzinomverdachts > 10 ng/ml ausgegangen.
Ein weiterer Hinweis kann das Verhältnis von freiem zu Gesamt-PSA auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms sein.
Wann muss eine Biopsie durchgeführt werden?
Ist die Tastuntersuchung (DRU = Digitale Rektale Untersuchung) auffällig bzw. die Ultraschalluntersuchung und/oder ein erhöhter PSA-Wert festgestellt worden, ist die Biopsie angezeigt um eine endgültige Klärung zu schaffen.
Eine Biopsie ist eine ultraschall gesteuerte transrektale (über den After) Entnahme einer Gewebeprobe mit Hilfe einer Hohlnadel.