Harnblasenkrebs
Krebs ist eine allgemeine Bezeichnung für eine bestimmte Form von Gewebeneubildungen (Tumoren). Die Diagnose besagt zunächst, dass im Körper einzelne entartete Zellen oder Gewebewucherungen festgestellt worden sind. Die Ursachen für diese Fehlsteuerung sind bisher noch nicht genau bekannt. Man geht von Schädigungen des Erbgutes der Zellen durch äußere Einflüsse oder Veranlagung aus. Für die Entstehung einer Krebserkrankung sind meistens mehrere Faktoren entscheidend.
Krebserkrankungen gehören gerade in den Industrienationen zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 330.000 Menschen an Krebs. Das Harnblasenkarzinom tritt mit einer Häufigkeit von ca. 25.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland auf. Die Erkrankung tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf (zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr). Männer erkranken etwa dreimal häufiger an Harnblasenkrebs als Frauen.
Häufigstes Anzeichen für einen Harnblasenkrebs sind Blutspuren im Urin. Auch häufiges oder schmerzhaftes Wasserlassen können auf einen Tumor hinweisen. Bei diesen Anzeichen sollte durch urologische Untersuchungen der Tumorverdacht abgeklärt werden.
Harnblasentumoren im frühen Stadium können durch eine Operation aus der Harnblase entfernt werden. In der anschließenden Behandlung nach der Operation werden Blasenspülungen mit bestimmten Medikamenten durchgeführt, die das Wiederauftreten neuer Tumoren in der Harnblase verhindern sollen.
Medikamentöse Blasenspülungen haben sich als sehr effektive Behandlungsform in der Nachbehandlung von
(nicht-invasiven) Harnblasentumoren erwiesen.
Wichtig für den Behandlungserfolg sind regelmäßige Blasenspülungen und Kontrolluntersuchungen.
Durch eine gesunde Lebensweise können Sie als Patient Ihren persönlichen
Behandlungserfolg zusätzlich unterstützen:
Beobachten Sie Veränderungen Ihrer Körperfunktion aufmerksam und teilen Sie diese Ihrem Arzt umgehend mit (z. B. Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, Organbeschwerden). Vermeiden Sie Risikofaktoren wie z. B. das Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum!